

Tansania 2004 – Eine Begegnungs- und Studiumsreise
Ein Kurzbericht von Uta Eismann
Im September finden wir, eine kleine Gruppe sangesfreudiger und afrikabegeisterter Studenten der ESG Halle, uns in Tansania wieder. Hinter uns liegt ein Jahr emsiger Vorbereitung mit zahlreichen Themenwochenenden zu Kultur, Wirtschaft und Ökologie (Ost)afrikas, nicht zu vergessen unsere Bemühungen um das Erlernen der Grundbegriffe des Kisuaheli. In dieser Phase stellten wir fest, dass ein wichtiges verbindendes Element innerhalb unserer Gruppe und vermutlich auch zwischen uns und vielen Afrikanern neben dem christlichen Glauben die Liebe zur Musik ist. Und so erwuchs die Idee, als Chor einen Chor zu besuchen.
Unseren Landeplatz, die Großstadt Dar es Salaam, Hafen des Friedens, verlassen wir bald um nach Moshi zu fahren, wo wir Gäste einer Gemeinde sein werden.
Zehn Tage lang erleben wir formelle Empfänge, das Leben in Gastfamilien, besuchen den Radiosender der Gemeinde, die Kaffeeplantagen eines wohlhabenden Gastgebers, die Schule, …, den Gottesdienst: hier lernen wir uns eine unbekannte Form der Kollektensammlung kennen: Versteigerung von Lebensmitteln, die Menschen gespendet haben, die selbst kein Geld hatten.
Jeden Tag singen wir vor den verschiedenen Gastgebern unsere Stücke, sogar im Radio sind wir zu hören. So eilt uns unsere Musik voraus nach Matema, wo wir dann mit „Selig seid ihr, unserem Radio-Hit vom Jugendchor der Gemeinde empfangen werden.
Wir proben fleißig gemeinsam mit Ihnen und finden uns schließlich tanzend in cremefarbener Chorkleidung im Gottesdienst wieder. Der Chor der Alten grüßt uns mit dem Halleluja aus Händels Messias und wieder folgt eine Versteigerung, an der wir mit Freude teilnehmen.
Ein Besuch beim Bischof, eine Wanderung in die Steppe, Einkaufen auf dem Markt mit unserer Gastgeberin: Uns wird ein vielfältiger Einblick in das Alltags- und Gemeindeleben gewährt.
Zwei Musikstücke, extra für uns komponiert, und viele Adressen haben wir schließlich im Gepäck, um den zu Hause gebliebenen einen etwas lebendigeren Eindruck unserer Erlebnisse und Erfahrungen vermitteln zu können, und hiefür werden wir nicht nur in der Studentengemeinde die Möglichkeit haben.
Tansania 2004